Berichte / Anti-Atomstrom

Antrag der Detmolder Alternative
an den Rat der Stadt Detmold:

Kein Atomstrom in Detmold!
Den Ausstieg aus der Atomstromnutzung
verbindlich festlegen!

KS – 29.03.2011

Ratssitzung am 31.03.2011 17 Uhr
in der Aula des Stadtgymnasiums



Die Detmolder Alternative möchte mit einem Antrag "Atomstrom? Nein, danke! - Kein Atomstrom in Detmold!" an den Rat der Stadt Detmold erreichen, dass der Rat die Stadtwerke Detmold auffordert, in Zukunft keinen Strom aus Atomkraftwerken mehr einzukaufen und den Atomstromanteil in ihrem Energiemix auf null zu reduzieren.

Die Risiken bei der Erzeugung von Strom durch Kernenergie seien zu hoch, die Endlagerung der radioaktiven Abfälle sei nicht geklärt. Das Ratsmitglied der Detmolder Alternative Matthias Wenzel: "Durch eine Reduzierung des Atomstroms im Energiemix der Stadtwerke auf Null können die Stadtwerke einen Beitrag dazu leisten, den Atomausstieg zügig und unumkehrbar zu gestalten."Je mehr Strom aus erneuerbaren Energiequellen nachgefragt werde, desto schneller werde deren Förderung und Ausbau technisch möglich.

Von November 2010 bis Februar 2011 erhöhten die Stadtwerke Detmold nach eigenen Angaben den Atomstromanteil im Energiemix um 5,53 Prozent, von 22,59 Prozent auf 28,12 Prozent. Der bundesweite Durchschnitt betrug dagegen 25,4 Prozent.

Nachfolgend der Text des Antrages vom 23.03.2011:

Atomstrom? Nein, danke! - Kein Atomstrom in Detmold

Antrag an den Rat der Stadt Detmold auf Beschlußfassung im Rat am 31.03.2011

Der Rat möge beschließen:

Der Rat der Stadt Detmold fordert die Stadtwerke Detmold dazu auf, den Anteil des Atomstroms im Energiemix der Stadtwerke im Laufe des Jahres von jetzt 28,12 Prozent (Stand 01.02.2011)auf null Prozent zu reduzieren.

Der Rat der Stadt Detmold fordert die Stadtwerke Detmold dazu auf, den Energiemix ab 2012 so zu gestalten, dass kein Anteil von Atomenergie mehr darin enthalten ist.

Warum fordern wir, den Atomstrom im Energiemix der Stadtwerke Detmold auf Null zu reduzieren?

Durch eine Reduzierung des Atomstroms im Energiemix der Stadtwerke auf Null leisten die Stadtwerke einen Beitrag dazu, den Atomausstieg zügig und unumkehrbar zu gestalten.

Die Risiken bei der Erzeugung sind hoch und die Endlagerung der Abfälle ist nicht geklärt. Atomstrom ist bereits mittelfristig gerechnet für die einzelnen Stromverbraucher zu teuer. Je weniger Atomstrom nachgefragt wird, desto schneller können die Atomkraftwerke abgeschaltet werden.

Es besteht weder eine wirtschaftliche, noch eine Versorgungsnotwendigkeit für die Stadt Detmold, die „Risikotechnologie“ Atomenergie zu fördern sowie zu nutzen und dadurch Gefahren für die menschliche Gesundheit und die Umwelt in Kauf zu nehmen.

Die Stadtwerke Detmold stellen sich für die Zukunft besser auf und erhöhen die Chancen, mehr Kunden auch über den Detmolder Bereich hinaus zu gewinnen.

Je mehr Strom aus erneuerbaren Energiequellen nachgefragt wird, desto mehr wird deren Förderung und deren Ausbau technisch möglich. Je mehr sauber erzeugter Strom verlangt wird, um so größer wird der Anteil an regenerativen Energien.

Wie ist die Situation jetzt?
Während im Energiemix der Stadtwerke Detmold im November 2010 noch 22,59 Prozent Atomstrom enthalten waren, betrug dieser Anteil im Februar 2011 schon 28,12 Prozent.

Stadtwerke Detmold: Energiemix-Vergleich November 2010 und Februar 2011

Stand November 2010
"[…] 4. Energiemix Unser Energiemix setzt sich aus 22,59% Kernkraft, 41,45% fossilen und sonstigen Energieträgern, 8,33% Eigenerzeugung mittels Kraftwärmekopplung sowie 27,63% erneuerbare Energien zusammen. Damit sind 389,6 g/kWh CO2-Emissionen und 0,0005 g/kWh radioaktiver Abfall verbunden.
Der Energiemix in Deutschland setzt sich im Durchschnitt aus 24,9% Kernkraft, 57,8% fossilen und sonstigen Energieträgern sowie 17,3% erneuerbaren Energien zusammen. Damit sind 508 g/kWh CO2-Emissionen und 0,0007 g/kWh radioaktiver Abfall verbunden. Diese Angaben entsprechen den Anforderungen nach § 42 Energiewirtschaftsgesetz. [...]"
(Stand November 2010)
[www.stadtwerke-detmold.de/cms/Strom/Strom.html, gefunden 18.03.2011]

Stand Februar 2011
"[…] 4. Energiemix
Unser Energiemix setzt sich aus 28,12% Kernkraft, 38,68% fossilen und sonstigen Energieträgern, 9,54% Eigenerzeugung mittels Kraftwärmekopplung sowie 23,66% erneuerbare Energien zusammen. Damit sind 369,6 g/kWh CO2-Emissionen und 0,0007 g/kWh radioaktiver Abfall verbunden.
Der Energiemix in Deutschland setzt sich im Durchschnitt aus 25,4% Kernkraft, 58,8% fossilen und sonstigen Energieträgern sowie 15,8% erneuerbaren Energien zusammen. Damit sind 506 g/kWh CO2-Emissionen und 0,0007 g/kWh radioaktiver Abfall verbunden. [...]"
[Detmolder Klimastrom: Preise für die Grundversorgung und Ersatzversorgung mit Elektrizität aus dem Niederspannungsnetz, Stand Februar 2011]

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