Berichte / Soziales

DIE LINKE fordert für Bad Salzuflen:

Sozialtarif für Strom, Gas und Wasser

Sel - 27.04.2008

Im Jahr werden 380 Haushalte gesperrt

Seit die staatliche Aufsicht der Strom- und Gastarife 2006 abgeschafft wurde, gibt es immer häufiger schwer durchschaubare Preiserhöhungen. Besonders einkommensschwache Haushalte sind von dieser Entwicklung massiv betroffen. In der Presse wird über zunehmende Zahlungsschwierigkeiten der privaten Kunden von örtlichen Energieversorgern berichtet. In NRW sollen mittlerweile 59.000 Haushalte von Stromsperren betroffen sein.

DIE LINKE LIPPE hat sich in einem Schreiben an die Stadtwerke Bad Salzuflen gewandt, um zu erfahren, wie sich die Situation in Bad Salzuflen darstellt. Im Versorgungsgebiet der Stadtwerke in Bad Salzuflen befinden sich lt. Auskunft des Geschäftsführers Weiner im Monat durchschnittlich 1.000 Haushalte (Kunden) in Zahlungsverzug. Seit dem Jahre 2000 sind im Durchschnitt 380 Haushalte pro Jahr von Sperrungen betroffen. Bei den Sperrungen, welche bei ca. 80% der Kunden nach spätestens 3 Tagen aufgehoben werden, finden persönliche Lebensumstände (Alter, Krankheit, Kleinkinder etc.) Berücksichtigung. Nachdem die Mahn- und Sperrdaten in den letzten 10 Jahren konstant waren, sei nach Eigenaussage der Stadtwerke in den letzten 2-3 Jahren ein deutlicher Negativtrend in der Zahlungsabwicklung / Zahlungsverzögerung festzustellen.

DIE LINKE schlägt deshalb Alarm. "Kein Licht, kein heißes Wasser, kein Radio, keine warme Mahlzeiten mehr - das Kappen der Stromversorgung darf nicht Realität für Kunden sein, die einer Zahlungsaufforderung nicht mehr nachkommen können," sagt Günter Kleinpenning, vom geschäftsführenden Vorstand der Partei DIE LINKE Lippe Er fordert ein Verbot für Stromsperren für einkommensschwache Haushalte und die verbindliche Einführung von Sozialtarifen sowie mehr unmittelbare Unterstützung für die Betroffenen. "Wir fordern den Bad Salzufler Stadtrat auf, dem Beispiel der Stadt Köln zu folgen. Dort hat der Rat die Energieversorger aufgefordert zu prüfen, wie ein Sozialtarif für Strom und Gas eingeführt werden kann!", so Kleinpenning.

"Energieversorgung ist fester Bestandteil allgemeiner Daseinsvorsorge und muss für jeden Menschen gewährleistet sein. Das steht bereits im Entwurf der EU-Charta zu Rechten der Energieverbraucher", fordert DIE LINKE nicht nur für Bad Salzuflen.

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