Berichte / Bad Salzuflens "Vergangenheitsbewältigung"

Umbenennung der Otto Künne Promenade

Die Linke Bad Salzuflen beantragt: Namensgebung nach den Obermeyers

28.2.2008

Zeichen setzen für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Geschichte.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Dr. Wolfgang Honsdorf,

die Achtung vor den ermordeten Opfern des Nationalsozialismus, auch aus Bad Salzuflen, und der erst jetzt bekannt gewordenen nationalsozialistischen Vergangenheit des bisherigen Namensgebers machen es erforderlich, der Promenade einen neuen Namen zu geben.

Die neu und hervorragend geschriebene Stadtgeschichte Bad Salzuflens bringt den Lesern die lange und vielfältige Entwicklung unserer Gemeinde sehr nahe.
Sie schildert auch in sehr sachlicher Art und Weise die unmenschlichen Ver­brechen während des Nationalsozialismus in Bad Salzuflen. Die in der neuen Stadtgeschichte beispielhaft geschilderte Vernichtung der Bad Salzufler Familie Obermeyer macht deutlich:

Kein ehemaliger Nationalsozialist darf durch die Namensgebung für eine Promenade in Bad Salzuflen geehrt werden!

Die Promenade sollte zukünftig

Amalia und Siegfried Obermeyer Promenade - oder nur

- Obermeyer Promenade

heißen.

Bad Salzuflen würde damit ein Zeichen setzen für einen verantwortungsvollen und kritischen Umgang mit seiner Geschichte.

Mit freundlichen Grüßen

Elifa Krijestorac
Stadtverband Die Linke Bad Salzuflen
27. Februar 2008

P.S.: Für zukünftige Benennungen von Schulen, Straßen oder anderen Objekten schlagen wir vor, Bad Salzufler Bürgerinnen und Bürger zu berücksichtigen, die aktiven Widerstand gegen den Nationalsozialismus geleistet haben.
Der Stadtverband Die Linke Bad Salzuflen schlägt dafür den Kommunisten August Dingersen aus Wüsten vor, der wegen seines Widerstands gegen die Nationalsozialisten in das KZ Bögermoor im Emsland deportiert wurde.




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